CMS Systeme – die beiden “Großen”: WordPress und Joomla

CMS-Systeme

Momentan gibt es zwei große kostenlos verfügbare CMS-Systeme auf dem Markt: Joomla und WordPress.

CMS heißt “Content-Management-System” kommt aus dem englischen und bedeutet soviel wie “Inhalte Verwaltungs System”. Ein CMS besteht immer aus einem Framework, also einem Grundgerüst/Rahmen, in dem die Inhalte verwaltet werden. Dieses Gerüst ist zumeist in PHP (Hypertext Pre Prozessor) einer gängigen Websprache programmiert. Darüber hinaus basieren fast alle CMS-Systeme auf einer Datenbank, in der die Inhalte und ein großer Teil des CMS-Systems gespeichert werden.

In der Regel ist es bei einem CMS-System so, dass man ein Template installieren kann, mit dem dann das Layout/Design festgelegt wird. Weiterhin verfügen CMS-Systeme zumeist über eine große Vielfalt an Erweiterungen, mit deren Hilfe man sich die Homepage dann nach den eigenen Bedürfnissen anpassen kann!

Wordpress

WordPress ist wohl das derzeit bekannteste und am meisten verbreitete CMS im Open Source Bereich. Aktuellen Schätzungen zufolge gibt es derzeit ca. 18 Millionen Webseiten, die mit WordPress erstellt wurden.

Ursprünglich war WordPress als Blogsystem gedacht, erst später fügten die Entwickler Funktionen hinzu, die es nun auch ermöglichen, komplette voll funktionsfähige Webseiten damit zu erstellen. Es ist sehr leicht und intuitiv bedienbar, wobei es natürlich mit der Menge der zur Verfügung stehenden Erweiterungen mitunter etwas schwieriger in der Verwaltung und Bedienung werden kann.

Sehr hervorgehoben wird immer die gute Suchmaschinentauglichkeit, da WordPress als Erstes CMS-System über sehr viel SEO-freundliche Funktionen verfügte. In WordPress lassen sich sehr leicht eigene Scripte einfügen, es verfügt über eine Rechtschreibprüfung und Vorschaufunktion und einen eigenen “What You See Is What You Get” Editor.

Bemängelt wird lediglich, dass der Aufwand für die Sicherheit recht hoch oder manchmal gar zu wünschen übrig lässt. So ist WordPress sehr anfällig für Hackerangriffe, was aber zumeist durch regelmäßige Updates und andere Maßnahmen behoben werden kann.

Auch eignet sich WordPress nicht so gut, wie manch anderes System für eine gute Benutzerverwaltung, da man nicht so einfach Rollen und Rechte an die User vergeben kann. Für einen Community Aufbau ist WordPress also eher ungeeignet.


Joomla

Joomla ist das zweitbeliebteste CMS-System mit etwa 10% Marktanteil und ca. 2,5 Millionen installierten Websites.

Die erste Version von Joomla (1.0) kam 2005 heraus, entstanden ist es aber eigentlich schon sehr viel früher, nämlich ca. 2001 aus dem “Mambo” Projekt heraus. Damals haben die Nutzer dieses CMS noch sehr viel an dem Projekt mitgewirkt, was allerdings auch heute bei einem OpenSource System noch üblich ist. Etwa 2008 dann trennte sich Mambo von Joomla und beide entwickelten sich separat weiter.

Joomla läuft unter der GPL Lizenz, was bedeutet, dass jeder die
Software ausführen, studieren, zu ändern und verbreiten (kopieren) darf. Joomla besteht genau wie WordPress aus einem Backend (Administrator-/Verwaltungsbereich) und einem Frontend, was der sichtbare Bereich der Website für die User ist.

Während es bei WordPress bei den Erweiterungen nur die Templates und Plugins gibt, sind es bei Joomla einige mehr – nämlich Komponenten, Module, Plugins und Templates. Komponenten sind die umfangreichsten Erweiterungen, Module bestimmen immer die Position im Template und können individuell angepasst werden, Plugins hingegen sind bei Joomla nur ganz kleine Erweiterungen, die zumeist im Quellcode eines Beitrages eingefügt werden.

Joomla hat nicht ganz so viele Erweiterungen wie WordPress, ca. 7.500 (während es bei WordPress etwa 18.000 sind!). Entwickler können weitere Erweiterungen problemlos programmieren. Joomla besitzt ein erweitertes Benutzer Verwaltungssystem und Rechtesystem, was ermöglicht, auch große Communities aufzubauen.

Genau wie WordPress besteht auch hier immer die Gefahr eines Hackerangriffs durch Sicherheitslücken. Daher ist es unbedingt notwendig regelmäßig alle Updates vorzunehmen und evtl. auch weitere Sicherheitsmaßnahmen in Erwägung zu ziehen.


Beide Systeme bieten mittlerweile auch die Möglichkeit, sich durch sogenannte Page- oder Content-Builder eine ganz individuelle Webseite zu gestalten. Das ist eine Art Baukastensystem, mit dessen Hilfe man sich ein komplettes Layout bis hin zu detaillierten Anpassungen, wie Farbe, Schriften, Slideshows, Animationen und mehr erstellen kann.

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